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Website-Relaunch – Usability first!

19Apr2018
Junge erschrocken vor Laptop

Relaunch geplant? Dann haben Sie sich sicher schon nach Beispielen für gute Websites umgesehen und solche und solche gefunden. Fakt ist: Eine moderne Webseite überzeugt durch eine intuitive und einfache Navigation, ein zielgruppengerechtes Design und natürlich guten Content. Eine hohe Usability oder "Gebrauchstauglichkeit" kommt nicht nur beim User, sondern auch bei Google super an. Mit diesen Elementen wird Ihre neue Webseite ganz sicher top.

1. Intuitive und selbsterklärende Navigation

Am Anfang jeder Website steht der sogenannte Seitenbaum. Der sieht üblicherweise in etwa so aus:

Der Seitenbaum ist der rote Faden Ihrer Navigation (auch für Google!). Gliedern Sie den Seitenbaum inhaltlich logisch, halten Sie ihn einfach und fassen Sie Inhalte zusammen, wo es geht. Der User ist schnell genervt, wenn er erst ewig herumklicken muss, um endlich an die gewünschte Information zu gelangen.

DO: 

  • Inhalte unter Schwerpunktthemen zusammenfassen
  • Bis zu drei Navigationsebenen

DON‘T:

  • Seiten wieder und wieder in kleinere Unterseiten zerteilen
  • Uneindeutige Bezeichnungen der Menüpunkte

Was noch? Versuchen Sie, jede einzelne Unterseite so selbsterklärend und unmissverständlich wie nur möglich zu benennen. Kreativität ist an dieser Stelle schon allein aus SEO-Gründen eher kontraproduktiv. Google mag Eindeutigkeiten, keine Wortspielereien. (User, die schnell ans Ziel gelangen wollen, schätzen das auch.) Um in Sachen SEO und damit bei Google von Anfang an auf der Gewinnerseite zu stehen, halten Sie sich einfach an Standards, an die sich der Nutzer über die Jahre gewöhnt hat. Sie haben eine Unterseite mit aktuellen Jobangeboten? Dann benennen Sie sie auch so.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, wie Sie den Website-Relaunch angehen sollen, nutzen Sie unsere Checkliste zum Website-Relaunch.

zur Checkliste Websitekonzeption

2. Ein konsistentes Design

Ziehen Sie Ihr Ding durch – und zwar vom Anfang bis zum Ende. Sicher haben Sie ungefähre Wünsche, wie Ihre Seite nach dem Relaunch aussehen soll. Sie wissen, welche Sprache die Bilder sprechen sollen, welche Schriften genutzt werden sollen, welche Hintergrundfarben zum Einsatz kommen oder wo das Unternehmenslogo platziert werden soll. Wenn Sie sich in Zusammenarbeit mit Ihrer Agentur einmal für ein Layout entschieden haben, setzen Sie zumindest das Grobgerüst auch auf den einzelnen Unterseiten ein. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er möchte sich schnell auf Ihrer Seite zurechtfinden. Größere Unterbrechungen im Design und viele verschiedene Layouts verwirren nur und halten unnötig auf.

3. Zielbezogener und hochwertiger Textcontent

Wenn Sie Ihre Webtexte vom Profi überarbeiten lassen möchten – und das ist aus SEO-Sicht zu empfehlen – dann werden Sie Ihrer Agentur sicherlich grobe Inhalte für die einzelnen Unterseiten liefern. Meist besteht dieser Content schon. Er stammt von Ihrer alten Website, aus Informationsblättern oder Ihren Broschüren und Katalogen. Natürlich können Sie diese Materialien nutzen. Fragen Sie sich aber zu jedem Text, den Sie wiederverwenden möchten: Warum und für wen wurde dieser Text verfasst? Welchen Zweck hat er? Was hat mein Nutzer davon, wenn er ihn auf der neuen Website liest? Wie komme ich meinen Zielen (zum Beispiel verkaufen) mit diesem Text näher? Wählen Sie die Texte immer ziel- und zielgruppenbezogen aus. Jeder Text sollte nützlich sein. Das wird letztendlich auch Google sehr zu schätzen wissen.

Mehr ist mehr – wenn Sie Texte fürs Netz verfassen, bieten Sie lieber mehr als zu wenig Text an (SEO). Lösen Sie das „Bleiwüsten-Problem“ durch eine gute Struktur. Gliedern Sie jeden Text sinnvoll und sorgen Sie dafür, dass einzelne Abschnitte unabhängig voneinander funktionieren. Das hängt mit dem Leseverhalten der Nutzer zusammen, die lange Texte nach der für sie relevanten Information (in der Regel über die Zwischenüberschriften) screenen und sich nur die Teile herauspicken, die sie gerade benötigen. Gut strukturierte und inhaltlich hochwertige Texte machen nicht nur User glücklich, sondern steigern auch die Suchmaschinenrelevanz Ihres Contents.

DO:

  • Viele Headlines und Subheadlines verwenden 
  • Aufzählungen und Listen anbieten 
  • Wichtiges durch Hervorhebungen kennzeichnen 
  • Absätze kurz halten 
  • Interessantes/Relevantes nach vorn 
  • Einfach und verständlich formulieren
  • Versprechen einhalten (z. B. Links sollten nicht ins Leere oder auf unpassende Inhalte führen)

DON’T:

  • Textwüsten 
  • Links, die ins Nirvana führen

4.  Zielbezogener und hochwertiger Bildcontent 

Nehmen Sie sich nicht nur Zeit für die Bildauswahl, sondern auch für Ihr Bildkonzept. Bevor Sie das erste Bild auswählen, machen Sie sich zunächst Gedanken, welche Bildsprache Sie generell einsetzen möchten, welchen Bildstil Sie verwenden werden und welche Größen Ihnen nach Layout zur Verfügung stehen. Erst dann geht es an die Auswahl konkreter Motive. 

Versuchen Sie auch bei der Auswahl der Bilder individuell und unverwechselbar zu sein. Vielleicht möchten Sie mit Illustrationen arbeiten, anstatt echte Fotos zu nutzen? Oder Sie lassen Ihre Bilder in einem ganz bestimmten Stil bearbeiten/verfremden? Denken Sie bei der Bildauswahl nicht nur an die Needs, sondern auch an die Specials. So mancher Content lässt sich viel besser in Bildern als in Texten veranschaulichen. 

DO:

  • Infografiken
  • Diagramme
  • Karten
  • Animationen
  • Skizzen
  • Illustrationen

DON’T:

  • Inaktuelles Bildmaterial 
  • Schlechte Handyfotos

PS: Achten Sie auch bei Bildern auf SEO, vergeben Sie also Alt-Tags.

5. User Interaction

Eine gute Webseite bietet dem User Möglichkeiten zur Reaktion, Interaktion und natürlich zur Kontaktaufnahme. Mit Onlinebewerbungsformularen, Kommentarfeldern, interaktiven Landkarten und Kontaktformularen machen Sie es Ihrer Zielgruppe einfacher. Gerade bei Webshops sollte der Call-to-action möglichst oft auftauchen. Bieten Sie den „Jetzt kaufen“-Button an mehreren Stellen an, machen Sie es dem Käufer so einfach wie möglich.

6. Service 

Ratgeberbeiträge im Unternehmensblog, interessante Links, die Bereitstellung von downloadfähigem Material, Checklisten, Formularen ... Mit gutem Service an passender Stelle und ernstgemeinter Hilfestellung verschaffen Sie sich Kundenvertrauen und setzen Maßstäbe in Qualität. 

7. Eine gute Suche!

Wer suchet, der findet! Was Google kann, können Sie auch. Denken Sie beim Website-Relaunch daran, eine gute Suche-Funktion einbinden zu lassen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie sehr viel Content anbieten und Ihre Seite viele Unterseiten hat. 

8. Barrierefreiheit

Barrierefreiheit ist im Web leider noch kein Standard. Metadaten und Title Tags allein reichen leider nicht ganz aus, um Content uneingeschränkt für behinderte Menschen nutzbar zu machen. Barrierefreiheit meint außerdem noch viel mehr: Sie umfasst auch eine uneingeschränkte Interpretierbarkeit des Contents durch verschiedene Endgeräte. Barrierefreie Inhalte anzubieten, ist gar nicht so schwer. Wenn Sie einige ganz einfache Regeln beachten, werden Sie dem Thema (und gleichzeitig Google) schon grundsätzlich gerecht.

DO:

  • Strukturen einhalten (Überschriften immer mit H1, H2, H3 … kennzeichnen; Navigationspunkte eindeutig benennen, Seite sinnvoll gliedern)
  • Metadaten erstellen (im Backend möglichst alle Text-, Bild- und Videoelemente in den dafür vorgesehenen Feldern beschreiben; Metadaten, Linktitles, Bildtags usw. nutzen; das hilft sehbehinderten Nutzern, ist aber auch im Sinne der SEO wichtig)
  • Auf ausreichende Kontraste und gute Lesbarkeit der Schrift achten  
  • Responsive Design (Onlineinhalte sollten auch für mobile Geräte optimiert werden)
  • Eindeutige Sprache (Vorleseprogramme stolpern über Wortneuschöpfungen, Mundart oder Ähnliches; wenn Sie derartige Mittel trotzdem gerne anbieten möchten, stellen Sie an anderer Stelle Ihrer Seite ein Lexikon zur Verfügung und verlinken Sie entsprechende Begriffe in Ihren Texten)

DON’T:

  • Schwammige oder unzutreffende Metadaten 
  • Schwer lesbare Schriften 

9. Mobile first 

Wir checken Inhalte und Suchanfragen immer häufiger über das Smartphone. Wenn Sie jetzt Ihren Website-Relaunch planen, investieren Sie vor allem anderen in eine gute mobile Version. Halten Sie den Content für mobile schlank und beweisen Sie Mut zur Lücke. Nichts nervt mehr, als eine übervolle Webseite, deren Inhalte auch noch so klein sind, dass man sie auf dem Smartphone kaum noch erfassen kann. 

10. FAQ-Bereich? 

Klar, FAQ sind bei Nutzern beliebt, weil sie die wichtigsten Fragen auf einen Blick klären. Aber mal ehrlich: Wenn Sie wirklich guten Content auf Ihren Seiten anbieten und beim Relaunch an alles gedacht haben, benötigen Sie dann überhaupt welche? Wenn Sie Ihren Besuchern trotzdem gern die Möglichkeit zum Nachfragen anbieten möchten und dafür auch ein gewisses Budget bereitstellen können, gibt es mittlerweile sehr attraktive neue Lösungen. Chat Bots (zum Beispiel in Form von Shoppingassistenten im Webshop) begleiten Ihren Besucher auf seinem Weg durch Ihr Onlineangebot, beantworten seine Fragen und können sogar die Suche-Funktion ersetzen.

11. Monitoring und technischer Support

Warten Sie Ihren Shop und Ihre neue Seite aus inhaltlicher und technischer Sicht. Mithilfe von Analysetools wie Google Analytics können Sie beobachten, wie Ihr Content bei den Besuchern ankommt, welche Seiten häufig angeklickt und wie schnell sie wieder verlassen werden. 

Wenn Sie Änderungen am Content vornehmen, achten Sie darauf, dass am Ende das Gesamtgefüge und die Struktur noch stimmt, also alle Link-Ziele erhalten bleiben und die Links selber (sprich: die URL hinter dem Link) nicht verändert werden. Das ist aus SEO-Sicht extrem wichtig. 

Kümmern Sie außerdem darum, dass ein ausreichender technischer Support gewährleistet ist. Wenn gefährliche Sicherheitslücken Ihr System bedrohen, kann es schnell ernst werden. Gerade in Webshops ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Hier geht es um sensible Kundendaten. Nutzen Sie also die regelmäßig bereitgestellten Updates Ihres Shopsystems/Content-Management-Systems und lassen Sie sich dabei bei Bedarf vom Profi unterstützen und beraten.

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Bildquelle: SIphotography/iStock.com