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Texten fürs Web – wie Onlineredakteure arbeiten

08Mär2017
Onlineredakteur beim Schreiben am Tisch

Noch vor 20 Jahren hat man Texte fürs Internet ganz genauso verfasst wie Printtexte. Sie sollten vor allem lesbar und gut verständlich sein, gerne auch kreativ, kurz und knackig – eben auf den Punkt gebracht. Geändert hat sich daran im Prinzip nichts, aber im Lauf der Jahre sind eine ganze Reihe weiterer Kriterien hinzugekommen, die gute Internettexte heute erfüllen sollten.

Wir klären, welche Kriterien das sind, was Webtexte von Printtexten unterscheidet, was wir als Agentur beim Schreiben von Texten fürs Web aus suchmaschinentechnischer Sicht beachten und wie es gelingt, auch bei langen Webtexten Kurzweile zu erzeugen.

Intensive Recherche garantiert fundierte und glaubwürdige Internettexte

Internettexte genießen weniger Leservertrauen als gedruckte Texte. Denn im Web darf bekanntlich jeder ran und dadurch gibt es eine Menge schwarzer Schafe. Das schadet der Glaubwürdigkeit, der Leser ist im Internet einfach skeptischer unterwegs. Texten fürs Web heißt also zunächst: Intensiv recherchieren, um fundierte und glaubwürdige Informationen anbieten zu können. Das gilt für die Beschreibung des eigenen Leistungsportfolios auf der Unternehmenswebsite genauso wie für Blogartikel zu branchenrelevanten Themen. Am besten ist es, wie jeder gute Journalist ausschließlich aus verlässlichen und offiziell bestätigten Quellen zu schöpfen (mindestens drei verschiedene) und auf unbelegte Behauptungen verzichten. Genauso arbeiten wir hier in der Agentur, wenn wir für Texte recherchieren.

Auf einen Blick:

  • Mindestens drei glaubwürdige Quellen
  • Nur offiziell bestätigte Informationen

Übersichtlichkeit, Relevanz und Usernutzen stehen an erster Stelle

Das Leserverhalten macht das Texten fürs Internet zu einer Herausforderung: Internettexte werden nicht wie Zeitungstexte gelesen. Der Nutzer ist im Web „unterwegs“, er surft hastig, überfliegt blitzschnell die einzelnen Textpassagen, die ihm zu diesem oder jenem Thema angeboten werden und entscheidet nach Relevanz und Nutzen, ob er weiterliest oder nicht. Dazu kommt, dass er während dieses Scannprozesses von vielen anderen Dingen wie Animationen, Werbebannern oder Videos abgelenkt ist und meistens auch noch ein paar Nebentätigkeiten ausübt – Dateien herunterladen oder Musik hören zum Beispiel. Für uns Onlineredakteure bedeutet das: Nutzen und Relevanz müssen an erster Stelle stehen. Das ist wörtlich gemeint: Wir rücken die wichtigsten Informationen möglichst weit nach oben – zum Beispiel in die jeweilige Zwischenüberschrift oder in die ersten Sätze des Abschnitts. Um gute Internettexte zu erstellen, ist es also hilfreich, nicht einfach so drauflos zu schreiben, sondern es professionell anzugehen. Blogartikel/die Produktbeschreibung/der „Über-uns“-Text sollte also vorab in thematische Abschnitte gegliedert und mit relevanten W-Fragen versehen werden. Diese W-Fragen übernehmen wir häufig auch direkt in die einzelnen Zwischenüberschriften. Im jeweils darauffolgenden Textabschnitt liefern wir dann entsprechend Antworten. Nur in dieser definierten Grundstruktur wird gearbeitet und am Text gefeilt. Im Übrigen ist es ein Zeichen von Qualität, auch bei Webtexten auf Typografie zu achten.

Auf einen Blick:

  • Im Interviewstil schreiben (W-Fragen stellen und beantworten)
  • Die wichtigste Info nach oben
  • Längere Texte in viele Abschnitte mit Zwischenüberschriften gliedern

Allgemein und immer gültig: SEO und Keywords

Beim Texten fürs Web gelten nicht mehr dieselben Kriterien wie damals im Schulaufsatz. Momentan sind Synonyme, sprachliche Vielfalt und damit ein „guter“ Ausdruck in vielen deutschen Webtexten leider noch Mangelware. Die gute Nachricht ist aber: Google wird schlauer und schlauer. Ähnlich, wie sich in einem jungen Hirn mehr und mehr Synapsen bilden und miteinander verknüpfen, geht es auch dem Google-Brain. Suchmaschinen sind schon jetzt in der Lage, sehr komplexe Zusammenhänge zu erkennen, Schlüsse zu ziehen und Inhalte sehr differenziert zu bewerten. Die Tage von Sinnlos-Texten, die nicht mehr als „Keyword-Schleudern“ darstellen, dürften also gezählt sein.  Dennoch: Ohne Keywords wird der Text von Google nicht gefunden. Bevor es also endlich ans Text schreiben geht, erstellen wir ein Keyword-Set. Daraus wählen wir je nach Textumfang zwischen drei und fünf Fokus-Keywords und streuen Sie immer wieder im Text und auch in den Überschriften. Den fertigen Text prüfen wir mit einem Analyse-Tool. Hier im Studio1® arbeiten wir mit den Tools unseres Partners Searchmetrics (kostenpflichtig).

Auf einen Blick:

  • Keyword-Set mithilfe eines Tools erstellen
  • Etwa vier bis fünf Fokus-Keywords definieren und immer wieder (aber nicht übertrieben häufig) im Text verwenden

Mehr zu Suchmaschinenoptimierung und Keywords lesen Sie hier.

Mut zu multimedialen Inhalten und neuen Gestaltungsformen

Gerade in umfangreichen Texten fürs Internet ist Abwechslung gefragt. Informationen werden am besten in kleinen aber feinen Häppchen (Absätzen) serviert. Wir garnieren das Ganze gerne mit Bildern, Slideshows, Screenshots oder Videos oder lockern längere Passagen durch Aufzählungen auf – Übersichtlichkeit und leichte Lesbarkeit sind im Übrigen auch ein wesentlicher Rankingfaktor für Google geworden. Je nach Möglichkeiten im Layout der Website ordnen wir Textinhalte auch mal nebeneinander statt nacheinander an. Wenn möglich, platzieren wir wichtige Infos eher oben links, weniger wichtige eher unten rechts im Scrollbereich der Seite (was Eye-Tracking-Tests belegen, die den Blickverlauf des Auges beim Lesen von Internettexten verfolgen,).

Auf einen Blick:

  • Lange Texte durch Bilder, Videos oder andere Inhalte auflockern
  • Mut zu Spielereien im Layout (andere Leserichtung anbieten oder zusätzliche Schriftfarben einsetzen etc.)

Interaktionsmöglichkeiten bieten und Dranbleiben

Das Internet ist dynamisch und entwickelt sich ständig weiter – genau wie seine Inhalte. Anders als beim Printtext, der – einmal tausendfach gedruckt – sozusagen in Stein gemeißelt ist, können Texte fürs Web jederzeit aktualisiert, erweitert und verändert werden. Zum Beispiel auf Anregung durch eine unter dem Text angebotene Kommentarfunktion. Über sie hat der Leser die Möglichkeit zur Rückfrage, zur Ergänzung oder einfach, um ein Feedback zu hinterlassen. Internettexte entwickeln sich also im Idealfall ständig weiter, werden optimiert und regelmäßig verändert.

Auf einen Blick:

  • Interaktionsmöglichkeiten wie Kontaktformulare, Kommentarfelder und Like-Buttons anbieten
  • Einmal erstellte Inhalte immer wieder prüfen, optimieren, erweitern und verändern

Fazit

Ein wirklich guter Internettext braucht die gleichen Grundzutaten wie ein Printtext – intensive und gründliche Recherche, eine wohlüberlegte Struktur und relevante Inhalte. Was ihn von gedruckten Texten unterscheidet, ist seine Dynamik und Wandelbarkeit, die Möglichkeit zur Multimedialität und das Angebot zur unmittelbaren Interaktion mit dem Leser. Webtexte sind auffällig stark durchgegliedert, oft im Stil eines Interviews (Frage-Antwort-Stil) verfasst und ihre Erstellung ist durch bestimmte Vorgaben der Suchmaschinenoptimierung für Ungeübte sehr aufwendig. Wenn Sie also selbst Texte für Ihre Website oder andere Onlineinhalte erstellen möchten, planen Sie etwas mehr Zeit ein – es lohnt sich am Ende. Wie Sie aber sicher wissen – wenn Sie uns kennen – können Sie sich die Mühe auch sehr gerne sparen. Unsere fleißiges Text-Team steht Ihnen jederzeit zur Verfügung.

PS: Wenn Sie selbst Texte fürs Web – oder auch ganz allgemein – verfassen möchten, zur Bewertung der Textqualität hinsichtlich Lesbarkeit, Grammatik etc. gibt es schöne kostenlose Tools wie die folgenden:

https://wortliga.de/textanalyse/
https://www.textanalyse-tool.de/
http://www.w-fragen-tool.com/

Bildquelle: ©Jacob Ammentorp Lund/istockphoto.com