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Podcast Marketing für B2B: Ein Leitfaden

23Okt2019
Kollegen nehmen B2B Podcast auf

Normalerweise richtet sich Podcast Marketing eher an Privatpersonen. Es geht um Videoblogging, Schminktipps, Humor oder Poesie. Das sind nicht unbedingt klassische Business-to-Business-Themen. Dabei hat der Podcast gerade in diesem Bereich mächtig Potenzial … 
Und da wir durch die Umfragen in unseren Social-Media-Kanälen erfahren haben, dass die Mehrheit viel lieber Podcasts hört, haben wir unseren Blogbeitrag diesmal auch als Audio im Angebot 😉.
 

Podcast: Begriff

Der Begriff „Podcast“ ist ein Kofferwort aus dem englischen Wort Pod (=play on demand, was frei übersetzt so viel wie "Abspielen nach Bedarf" bedeutet), und „cast“ (=Sendung). Ganz nebenbei steckt der Pod im iPod, dem tragbaren MP3-Player, durch den der Hype um das Medium erst so richtig in Fahrt gekommen ist.
Technisch betrachtet ist der Podcast nichts anderes als eine über das Netz abonnierbare Serie von Audio- oder Videodateien. Der Hauptunterschied zur guten alten CD oder DVD liegt also in seiner technischen Heimat – dem Internet. Und anders als seine Vorgänger wird er über das Netz gestreamt bzw. heruntergeladen und kann von verschiedenen Geräten aus abgerufen werden – zum Beispiel vom PC, vom iPod oder vom Smartphone.

Podcast: Arten

Es gibt Video- und Audiopodcasts. Vom Produktionsaufwand her ist alles dabei – von der Low-Budget-Variante bis zur Profi-Edition. In der Praxis hat sich gezeigt: Je authentischer und einfacher so ein Podcast produziert ist, desto hitverdächtiger ist er.

Podcast Marketing auch im B2B-Bereich?

Unbedingt! Es gibt unzählige Podcasts, die für Privatkunden gedacht und gemacht sind. Im B2B-Bereich dagegen geht es gerade erst los. Denken Sie an die Möglichkeiten, die Sie Ihren Kunden und Partnern mit dem B2B Podcast bieten könnten: Teilen Sie Ihr Expertenwissen über Audio- oder Videowebinare. Verpacken Sie Ihre besten Referenzen in Kundeninterviews und lassen Sie Ihre Kunden darin über die gute Zusammenarbeit mit Ihnen erzählen. Stricken Sie eine Reihe daraus und vermarkten Sie die Videoclips oder O-Töne über Ihre Website und die Social-Media-Kanäle. Werden Sie kreativ und verpacken Sie einfach mal etwas in Ton / Bild, das Sie Ihren Kunden sonst nur face to face oder über klassische On- und Offlinetexte sagen würden. Vom How-to-Beitrag bis zum Mitarbeiterfeedback, das die Neugier Ihrer potenziellen Bewerber weckt, macht Podcast Marketing vieles möglich. Der B2B Podcast bringt Ihre Kunden ganz nah an Sie heran: Kopfhörer rein und ab ins Ohr. Das geht überall – auf der Straße, in der Bahn und vor allem nebenbei. Podcast ist für den Konsumenten (Ihren Kunden) einfach richtig einfach 😉.

Podcasts aufnehmen

Wenn Sie Ihren eigenen B2B Podcast aufnehmen möchten, brauchen Sie drei Dinge: 

  • Ein Aufnahmegerät (gibt’s ab 50 Euro aufwärts) und ggf. eine Kamera (für Videopodcasts)
  • Ein Mikrofon (wird ans Aufnahmegerät angeschlossen)
  • Einen Popschutz (wird vor das Mikro geklemmt; filtert störende Sprechgeräusche wie Zischen oder andere Beilaute, die vor allem bei der Aussprache der harten Konsonanten auftreten)

Den Ton, der im Aufnahmegerät oder je nach Übertragungsweg direkt auf Ihrem Rechner landet, können Sie dann mit entsprechender Software weiterbearbeiten. 

TIPP: Es gibt neben lizenzpflichtigen Produkten wie Adobe Audition auch kostenlose Anbieter, die für einfache O-Ton-Aufnahmen mit reiner Sprechstimme absolut ausreichend sind (zum Beispiel Audacity).

Audios / Videos erstellen lassen

Inhaltlich sollten Sie gerade bei der B2B-Podcastproduktion gut vorbereitet in die Aufnahme gehen. Schließlich möchten Sie Ihren Hörern einen Mehrwert bieten. Wenn Sie frei und selbstsicher vor dem Mikro sprechen können, perfekt. Wenn nicht, überlassen Sie das besser einem professionellen Sprecher. Wenn Sie die Texte vorschreiben, achten Sie darauf, dass es sich um Sprechertexte handelt. Diese sind in der Regel anders aufgebaut als schriftliche Texte. Wie professionelle Sprechertexte entstehen, lesen Sie hier.

Sprechertext erstellen lassen 

Podcasts hochladen

Viele Anbieter platzieren Podcasts auf Marktplätzen wie iTunes, Spotify oder Soundcloud. Dorthin geht es in der Regel über einen Host wie Podcaster.de. Dort kann man seinen Podcast gegen Gebühr hochladen und über Einbettungslinks weiterverbreiten. Der Vorteil dieser Plattformen: Sie als Anbieter profitieren natürlich von deren Popularität und Reichweite. Außerdem brauchen Sie dafür kaum technisches Know-how und sparen sich die Bürokratie, da das ganze Procedere rund um die weitere Streuung der Datei über die Plattform abgewickelt wird.

TIPP: Haben Sie bei der Kanalauswahl Ihr strategisches Ziel vor Augen! Was möchten Sie mit dem Podcast bewirken? … Kunden Mehrwert bieten? … Ihre Reichweite im Netz steigern? … Das reine Produkt „Podcast“ verkaufen? Wenn Sie vor allem verkaufen möchten, sollten Sie die Reichweite von iTunes und Spotify unbedingt nutzen. Wenn Sie eher „weiche Ziele“ (Mehrwert bieten, Image aufbauen o. Ä.) verfolgen, kann es auch genügen, Ihren Podcast direkt in Ihre Onlinemedien einzubetten und die weitere Verbreitung über Links anzusteuern.

Podcast: Zielgruppen

Wichtig zu wissen ist, dass ein großer Teil von Podcast-Hörern gut gebildet ist und über ein höheres Einkommen verfügt. Das Vermarktungsnetzwerk Podstars by OMR hat 2018 interessante Zahlen über Podcast-Hörer herausgegeben. Danach haben rund 46 Prozent der Hörer, die regelmäßig konsumieren, einen Hochschulabschluss. Und jetzt wird es für Marketer noch interessanter: Ganze 81 Prozent der Hörer haben Werbung, die von Podcastern selbst eingesprochen wurde, eher akzeptiert als klassische Spots. Jeder vierte Hörer von B2B Podcasts hat den Zahlen nach sogar schon einmal ein Produkt gekauft, weil er in einem Podcast davon erfahren hatte.

Sicher liegt dieses enorm hohe Vertrauen daran, dass die Beziehung zwischen Podcaster und Hörer eine recht intime ist. Der Hörer hat sich nicht ohne Grund für das Abonnement entschieden. Er mag die Inhalte und schätzt, was oder wen er da hört. Und ganz nebenbei bemerkt ist der kleine Mann / die kleine Frau im Ohr ja auch überall dabei. Unter der Dusche, beim Einkaufen oder im Schlafzimmer. Podcasts sind damit eine durchaus spannende Werbefläche und extrem nah an der Lebenswelt der Zielgruppe.

Werbung im Podcast: Rechtliches

Stand der Information: 28.03.2019
Podcast-Werbung ist momentan noch eine rechtliche Grauzone. Zwar gibt es seit einigen Jahren Leitlinien zur Kennzeichnungspflicht von Werbung im Social-Media-Bereich, diese beziehen sich allerdings eher auf visuelle Inhalte. Am sichersten fahren Podcaster, wenn sie ihre Sponsorings am Beginn oder Ende der Sendung einfach selbst erklären. Bei der Schaltung von bezahlten, vorproduzierten Werbespots bitte immer die Vorgaben der jeweiligen Plattform beachten und jeden werblichen Inhalt durch ein Tonsignal von den rein redaktionellen Inhalten trennen.

Bekannte Podcasts für die eigene Vermarktung nutzen

Recherchieren Sie doch einmal im Netz nach beliebten Podcasts, die nah an Ihrer eigenen Themen- oder Produktwelt sind (im B2B-Bereich zum Beispiel von bekannten Fachexperten, Coaches, Journalisten, Bloggern) und schauen Sie sich deren Abonnentenzahlen an. Vielleicht ist ja jemand bereit, mit Ihnen Kooperationen einzugehen? Wenn Sie persönlich Kontakt aufnehmen, formulieren Sie am besten individuelle Anfragen und signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben und echtes Interesse besteht. Formulieren Sie kurz, auf den Punkt, freundlich und teilen Sie Ihrem Gegenüber unbedingt mit, was er von einer Kooperation mit Ihnen hat. Alternativ können Sie natürlich auch klassische Werbespots schalten.

Podcast B2B: Beispiele

Natürlich können wir unsere Ohren nicht überall haben und nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber für alle, die immer nach neuen Ideen und Impulsen für ihr Business suchen, können wir gut und gerne diese drei Podcasts weiterempfehlen:

https://t3n.de/podcast/: Hier dreht sich alles um die Themen Digitalisierung und digitales Business.
https://omr.com/de/: Hier geht es in interessanten Interviews mit Machern und Könnern um praktische Beispiele für digitales Marketing.
https://soundcloud.com/onthewaytonewwork: Hier stellen zwei Hamburger Unternehmer neue Tools und Methoden vor, die die Arbeitswelt verändern.

Ausblick: Audio und Video: Hype oder Zukunft?

In unseren Social-Media-Kanälen haben wir unsere Kunden gefragt, ob sie eher auf Podcasts oder Blogs setzen würden. Klarer Gewinner in puncto Beliebtheit war der Podcast. Hier geht’s zur Umfrage. Natürlich, Audio- oder Videoformate sind schon heute beliebter als Text. Sie sprechen mehr Sinne an und sind leichter zu verarbeiten. Aber Text ist deshalb natürlich nicht tot: Wer schreibt, der bleibt. Wir brauchen nach wie vor das geschriebene Wort – gerade beim Lernen und fürs langfristige Speichern von Informationen. So jedenfalls haben wir es gelernt. In kommenden Generationen laufen diese Prozesse vielleicht anders ab. Im B2B-Bereich jedenfalls ist es sicher sinnvoll, eine gute Kombination aus verschiedenen Medien anzubieten: den Ton oder das Bild als Kontaktangel, Eyecatcher, Motivator (ja, sogar Pausenfüller); das geschriebene Wort als wertige Ergänzung. Podcasts oder andere Bild- und Tonformate sind definitiv kein Hype, sondern in einer Zeit, in der keiner Zeit hat, eine sehr zeitgemäße Form der Kommunikation. 😉 Meinen Sie nicht?

Bildquelle: © LIGHTFIELD STUDIOS/Adobe Stock
 

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