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Employer Branding – in 4 Schritten zur perfekten Arbeitgebermarke

10Mai2019
Illustration Chef vergibt Job - Hände greifen danach

Wenn sich alle 11 Minuten ein Single über Parship verliebt, in welchem Takt wechseln wohl gut ausgebildete Fachkräfte in Deutschland den Job, weil sie etwas Attraktiveres angeboten bekommen? Gutes Personal ist Mangelware, die Arbeitslosenzahlen lagen im Sommer 2018 bei 2,28 Millionen, dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Sie suchen Personal? Sie werden es finden! Mit nachhaltigem Employer Branding und einer wertigen Employer Value Proposition.
 

Definition: Was ist Employer Branding?

Employer Branding heißt, eine attraktive Arbeitgebermarke aufzubauen. Wie geht das? Indem Sie zunächst schauen, was Ihr Unternehmen von anderen unterscheidet.

  • Ist es die gute Bezahlung?
  • Geht es im Team sehr familiär zu? Stimmt die Unternehmenskultur und die Kommunikation untereinander?
  • Sind es die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens?
  • Sind die Arbeitszeiten flexibler als anderswo oder haben Sie die 40-Stunden-Woche abgeschafft?
  • Bekommen Frauen und Männer das gleiche Geld für den gleichen Job?

Was immer Sie als attraktiven Arbeitgeber auszeichnet, reden Sie darüber. Schreiben Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal als Arbeitgeber, die sogenannte Employer Value Proposition oder EVP, in jede Stellenanzeige, drucken Sie sie auf Plakate, werben Sie damit auf Ihrer Website und vor allem – leben Sie sie! Denn Achtung: Ihre Qualität als Arbeitgeber ist durch Bewertungsportale wie meinChef.de öffentlich nachprüfbar.
Die Employer Value Proposition ist das Herzstück Ihrer Arbeitgebermarke und betrifft übrigens nicht nur Sie, sondern auch Ihre aktuellen Beschäftigten. Sie sollte also nicht nur das beschreiben, was Sie Ihren Mitarbeitern bieten, sondern auch all die Dinge, die Sie von Ihren Mitarbeitern verlangen. Schließlich ist Arbeit Geben und Nehmen.
 

Wie funktioniert Employer Branding?

Am besten nicht allein, sondern immer zusammen mit Ihren Mitarbeitern. Die stichfestesten Analysten, schärfsten Kritiker und ehrlichsten Feedbackgeber im Unternehmen sind Ihre Beschäftigten. Sie kennen alle Vorzüge, aber auch die Missstände sehr genau. Wenn letztere überwiegen, ist es ratsam, sich von einem externen Consulting-Experten beraten zu lassen. Die „Sicht von außen“ hilft, mögliche Fehler im Unternehmen zu erkennen, zu benennen und Lösungen zu erarbeiten.  
 

Arbeitgebermarke kreieren: Ablauf des Employer-Branding-Prozesse

Schritt 1 zur Arbeitgebermarke: IST-Situation analysieren

Wie steht Ihr Unternehmen aktuell als Arbeitgeber da? Welches Standing haben Sie bei Mitarbeitern und in Bewertungsportalen? Haben Ehemalige Ihr Unternehmen mit einem Blumenstrauß und Tränen in den Augen verlassen oder mit einem feuchten Händedruck? Eine ausführliche IST-Analyse (machen leider die wenigsten) liefert das Gerüst für Ihre späteren Employer-Branding-Maßnahmen und gibt Aufschluss über Ihre EVP.
 
Typische Fragen in der Analysephase:

  • Wie gut sind unsere Online-Bewertungen?
  • Wie zufrieden sind unsere Beschäftigten?  
  • Was haben unsere Mitarbeiter davon, dass Sie in unserem Unternehmen arbeiten?
  • Wie kompetent sind unsere Mitarbeiter?
  • Wie lange dauert es, bis wir auf Bewerbungen antworten?
  • Wie sagen wir Bewerbern ab?
  • Welchen Mitarbeitertyp suchen wir eigentlich, was braucht er, wie spreche ich ihn am besten an?
  • Haben wir in unserem Unternehmen einen Personalverantwortlichen bestimmt?
  • Nach welchen Kriterien laden wir zu Vorstellungsgesprächen ein und wer führt sie?

Tipp: Notieren Sie alle Fragen, die Ihnen beim Stichwort „Umgang mit Mitarbeitern“ durch den Kopf schießen. Kategorisieren Sie die Antworten, um Stärken, Schwächen und Handlungsschwerpunkte auszumachen. Die Antworten auf diese Fragen helfen außerdem, Ihre Zielgruppen besser beschreiben zu können.

Schritt 2 zur Arbeitgebermarke: Kernbotschaften formulieren

Sie haben den IST-Stand analysiert und Ihre EVP definiert. Was fangen Sie jetzt damit an? Sie verpacken Ihre Erkenntnisse in griffige Kernbotschaften für die jeweiligen Zielgruppen. Diese Kernbotschaften sind der Lockstoff, den Sie im Karrierebereich Ihrer Website, in Stellenanzeigen und anderen Kommunikationsmitteln versprühen. Das Schöne daran: Wenn Sie gut gearbeitet haben, werden es keine Plattitüden, sondern nachprüfbare Wahrheiten sein.

Schritt 3 zur Arbeitgebermarke: Maßnahmenplan erstellen

Planen Sie im dritten Step, wann Sie wen auf welchen Kanälen ansprechen möchten. Vielleicht platzieren Sie Stellenanzeigen nicht nur auf der eigenen Website, sondern auch bei Facebook und Instagram? Oder Sie bitten Ihre Mitarbeiter, über das eigene Xing-Profil oder im Bekanntenkreis auf die Suche zu gehen?
 
Vergessen Sie an dieser Stelle nicht Ihre bestehenden Mitarbeiter. Was können Sie für die Belegschaft tun, um weiterhin attraktiv zu bleiben und Abwanderung zu vermeiden? Auch das ist Teil Ihrer Arbeitgebermarke und entsprechende Aktivitäten gehören in den Maßnahmenplan. Legen Sie eine Timeline und Budgets für alle geplanten Aktivitäten (intern und extern) fest und planen Sie langfristig.

 

 

Schritt 4 zur Arbeitgebermarke: EVP leben und zeigen 

In Sachen Mitarbeitergewinnung geht es jetzt daran zu formulieren, zu gestalten, zu filmen, zu drucken und so weiter. Kurz: Es geht darum, Ihre Botschaften (Ihre EVP) an den neuen Mann/die neue Frau zu bringen. Die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sind genauso wichtig, denn damit belegen Sie, dass Sie heute ein guter Arbeitgeber sind (und nicht erst morgen einer werden wollen).
 

Umsetzungsbeispiele für Employer Branding 

1. Den Karrierebereich der Website nutzen

Halten Sie den Karrierebereich Ihrer Website lebendig. Veröffentlichen Sie dort nicht nur Stellenanzeigen, kommunizieren Sie auch Ihre EVP und bieten Sie einfache Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

2. Soziale Medien einbeziehen

Die sozialen Medien bieten die perfekte Plattform für die Positionierung Ihrer Arbeitgebermarke / Ihrer EVP und natürlich für Recruitingprozesse. Setzen Sie entsprechende Themen, lassen Sie Mitarbeiter zu Wort kommen, verlinken Sie Stellenanzeigen und berichten Sie über Teamevents.

3. Mitarbeiter zu Sprachrohren machen

Kaum einer kann Ihre EVP und Arbeitgebermarke glaubwürdiger vermitteln, als Ihr eigener, loyaler Mitarbeiter. Ermutigen Sie ihr Personal, im eigenen Bekanntenkreis oder auf privaten Social-Media-Profilen für Sie zu werben. Vielleicht gibt es sogar Mitarbeiter, die sich bereiterklären, zum Markenbotschafter für Ihre Arbeitgebermarke zu werden.

4. Interne Netzwerke nutzen

Vielleicht nutzen Sie im Unternehmen interne Chatsysteme, über die sich Ihre Mitarbeiter austauschen? Wenn die Belegschaft einverstanden ist, können Sie ausgewählte Beiträge oder Fotos und nette Anekdoten öffentlich posten.

5. Das eigene Unternehmen testen und bewerten lassen

Rankings wie top-arbeitgeber.de bewerten regelmäßig die Qualität von Unternehmen als Arbeitgeber. Wenn Sie an solchen Rankings teilnehmen, können Sie Ihren guten Ruf immens pushen und Ihre Arbeitgebermarke auch nach außen festigen.

6. Bewerbungsprozesse optimieren

Wie Sie mit Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen und vor allem Absagen umgehen, wirkt sich auf Ihre Reputation als Arbeitgeber aus. Nicht beantwortete Bewerbungen oder unprofessionell geführte und unorganisierte Vorstellungsgespräche lassen Sie nicht gerade gut aussehen. Wenn es ganz dumm kommt, schlägt sich das in einer fiesen Bewertung in den sozialen Medien nieder.

Seien Sie beim Thema Bewerbungen so kreativ und unkompliziert wie möglich. Ermöglichen Sie zum Beispiel Onlinebewerbungen, probieren Sie neue Ansätze wie Recruitainment aus, übernehmen Sie die Anreisekosten bei Vorstellungsgesprächen und formulieren Sie individuelle Absagen mit ehrlichen Begründungen. 
 

Hintergrundwissen

Employer Branding vs. Personalmarketing

Die Begriffe Employer Branding und Personalmarketing werden oft in einen Topf geworfen, aber sie beschreiben unterschiedliche Dinge. Während Employer Branding darauf abzielt, eine nachhaltig positive Arbeitgebermarke aufzubauen, geht es beim Personalmarketing um konkrete Maßnahmen zur Mitarbeiterwerbung. Ein Beispiel dafür wäre das Publizieren von Stellenanzeigen. Personalmarketing ist also ein Teil des Employer Brandings oder besser gesagt, eine Konsequenz daraus.
 

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Bildquelle: © mohamed Hassan / Pixabay