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Binder goes digital

Neue Märkte erschließen, neue Wege gehen 

Kunde BINDER GmbH
Produkte Mehrsprachiger Webshop mit DAM-Schnittstelle
Eingesetzte Systeme Shopware
Besonderheiten Entwicklung einer Mehrwertsteuerberechnung für die USA
Mehrsprachigkeit
Schnittstelle zu einem Versanddienstleister in den USA
Produktkonfigurator
Schnittstelle zum schon bestehenden Digital-Asset-Management-System (Contentserv)
Projektlaufzeit ca. 8 Monate

Aufgabe

Ein weltweit aktives Unternehmen muss zukunftsfähig bleiben – erst recht, wenn es sich um den Branchenprimus handelt. Das Ziel von BINDER war es, einen Onlinevertrieb aufzubauen, um neue Märkte zu erschließen und sich den neuen digitalen Möglichkeiten weiter zu öffnen. Gleichzeitig sollten die internen Verkaufsprozesse optimiert werden.

Lösung 

In diesem Projekt ging es vor allem darum, eine sinnvolle Datenvernetzung zu schaffen. Wir rieten dem Kunden, das bereits bestehende Produktdatenmanagementsystem in einem DAM (Digital Asset Management System) zu zentralisieren und komplett zu digitalisieren. Im zweiten Schritt sollte ein mehrsprachiger Onlineshop an das System angebunden werden. Gesagt, geplant, getan. Mit dem neuen Webshop, der über eine Schnittstelle zum bereits vorhandenen Digital Asset Management System verfügt, haben wir diese Ziele erfolgreich umgesetzt. Dank der Schnittstelle kann der Shop ohne großen Aufwand mit den im DAM abgelegten Produktdaten gespeist werden. Systemseitig haben wir den Onlineshop mit Shopware aufgebaut. Denn für die BINDER GmbH sollte der erste Schritt in den E-Commerce auf jeden Fall ein vorausschauender sein. Man wünschte sich ein System, das skalierbar und bei Bedarf erweiterbar ist. Shopware bietet im Wesentlichen drei verschiedene E-Commerce-Lösungen an: die Community Edition als kostenloses Basissystem für einfache Shops, die kostenpflichtige Professional Edition, die noch mehr Komfort und Funktionen bietet, und die (preisintensivste) Enterprise Edition mit B2B-Suite und Enterprise-Search. BINDER entschied sich für die goldene Mitte, also die Professional Edition, von der aus man bei Bedarf auch auf die Enterpriseversion umrüsten kann.  Wir haben das System mit Shopware 5 aufgesetzt und zunächst die Schnittstelle zum Digital Asset Management System geschaffen. Der Shop kann darüber mit Produktdaten und Bildern aus dem Digital-Asset-Management-System gespeist werden. Der Shopbetreiber hat so seit der Liveschaltung des Onlineshops kaum einen Mehraufwand an Inhaltspflege. Produktdaten und Medienelemente pflegt er wie vorher zentral an einer Stelle (also im PIM/MAM). Die Übernahme der benötigten Inhalte für den Shop erledigt die Schnittstelle.

Technische Besonderheiten des Webshops

Der Shop ist mehrsprachig, über eine Portalseite wählt der Kunde entweder den UK- oder den US-Shop aus. Apropos: Die Mehrwertsteuerberechnung in den USA ist weitaus kniffliger als in Deutschland. Während es bei uns fixe, bundesweit geltende Steuersätze gibt, variieren diese in den USA nach Bundesstaaten und sogar bis in kleinere Regionen hinein. Außerdem sind sie nicht stabil, steigen oder fallen also von Zeit zu Zeit. Damit die Mehrwertsteuer im US-Shop bei jeder neuen Bestellung auch dem aktuellen Stand/der betreffenden Region/dem momentanen Kurs entspricht, haben wir eine intelligente Mehrwertsteuerberechnung programmiert, die in Echtzeit die aktuellen Stände abfragt und sich entsprechend aktualisiert, sobald ein Kunde seine Rechnungsadresse hinterlegt. 

Bei der Versandkostenberechnung gab es ähnliche Herausforderungen: Auch hier variieren die Kosten anbieterabhängig, entfernungsabhängig, nach gewählter Zusatzoption im Shop und natürlich abhängig vom Produktgewicht. Eine eigens von uns programmierte Schnittstelle fragt all diese Variablen in Echtzeit ab, sobald ein Kunde im Shop eine Bestellung ausgibt. Auch wird automatisch geprüft, welcher Transportdienst benötigt wird. Denn da die Produkte im Shop in der Regel schwer und sehr groß sind, reichen kleine Carrier oft gar nicht aus; die Produkte müssen per Spedition verschickt werden. Um auch diesen Fall unkompliziert abwickeln zu können, haben wir eine Schnittstelle zu einem amerikanischen Speditionsunternehmen geschaffen. 

Auch im Hinblick auf die User Experience bietet der Shop einige Annehmlichkeiten: Der Kunde kann sich seine Produkte gleich im Shop individuell zusammenstellen. Den intelligenten Produktkonfigurator haben wir mit dem Shopware-Premium-Plugin Custom Products umgesetzt. 

In unseren Augen steht dieses Projekt für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Hier erschließt man nicht nur Märkte mit neuen Methoden, sondern schafft auch gleichzeitig intelligente Möglichkeiten der Datenvernetzung. Genau das ist digitale Transformation. Und die geht für BINDER natürlich weiter. 

Technische Fakten auf einen Blick

  • Sprachshop (USA/UK)
  • B2B-Shop
  • Programmierung einer Schnittstelle zu einem ausländischen Versanddienstleister in den USA
  • Entwicklung einer Mehrwertsteuerberechnung für USA
  • Produktkonfigurator
  • Version: Shopware 5 Professional Edition
  • Schnittstelle zum schon bestehenden Digital Asset Management System (Contentserv)
  • Eingesetzte Premium-PluginsAdvanced Promotion Suite, Custom Products, Bundle

Über Binder

In Deutschland, in den USA, in Russland, in China – BINDER ist überall auf der Welt im Einsatz. Der Simulationsschrank-Hersteller baut u. a. Inkubatoren, Ultratiefkühlschränke und Wärmeschränke. Gebraucht werden solche Geräte vor allem in wissenschaftlichen oder industriellen Laboren. Dort nutzt man sie unter anderem zur Zellkultivierung oder für Produkt-Belastungstests unter verschiedenen klimatischen Bedingungen. Über 22.000 Simulationsschränke verlassen jährlich das Werk am Hauptstandort in Tuttlingen.

Kleines Glossar – PIM und DAM

Was ist ein Product Information Management System?

Ein Product Information Management System (kurz: „PIM“) beinhaltet alle technischen und textlichen Produktinformationen eines Herstellers, also beispielsweise Produktnamen, Kurzbeschreibungen, Langbeschreibungen, Produktmerkmale usw. bis hin zu den technischen Daten der jeweiligen Produktvarianten – jeweils sehr kleinteilig aufgegliedert.

Was ist ein Media Asset Management System? 

Ein Media Asset Management System (kurz „MAM“) ist ein System, in dem sich beliebige digitale Inhalte (Textdateien, Videos, Fotos usw.) zentral speichern und verwalten lassen. 

Verwendete Systeme


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