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Onlineshop erstellen: Ihr Einstieg in den E-Commerce

27Sep2018
E-Commerce

Sie möchten einen eigenen Onlineshop aufbauen? Sie gründen ein Unternehmen und planen neben einem Ladenlokal auch einen Einstieg in den Online-Handel? Sie haben schon einen Onlineshop, möchten diesen aber ausbauen und überarbeiten lassen? So starten Sie erfolgreich in den E-Commerce ...

Auch wenn es sich aus Nutzersicht so einfach anfühlt, in einem guten Onlineshop steckt einiges an Arbeit und Pflege. Klar, in einem schicken Ladengeschäft ist es nicht anders, oder? Wenn Sie also in den Online-Handel einsteigen möchten, dann braucht es einen guten Plan und Leidenschaft für die Sache. Die Leidenschaft bringen Sie sowieso mit, alles Wissenswerte zum Plan fassen wir hier zusammen.

Anforderungsworkshop: Das Lastenheft erstellen

Zu Beginn eines jeden E-Commerce-Projekts gilt es, eine IST-Analyse zu erstellen. Das funktioniert am besten in einem Workshop, in alle Punkte besprochen werden, die für die Erstellung des Onlineshops wichtig sind. Hier stellt Ihnen die Agentur viele Fragen: 

  • Ist dieser Onlineshop Ihr erster oder soll ein bestehender Webshop überarbeitet werden? 
  • Möchten Sie über den Shop ausschließlich selbst Waren vertreiben oder planen Sie eher einen Marktplatz, über den auch Produkte weiterer Händler verkauft werden sollen? 
  • Wie sieht es mit der Zielgruppe aus? Sprechen Sie mit Ihrem Onlineshop Geschäfts- oder Endkunden (oder vielleicht beide Gruppen) an? 
  • In welchem Kernmarkt wollen Sie online verkaufen? Im deutschen Raum, europaweit oder vielleicht international? 

Alle Anforderungen müssen systemseitig erfüllbar sein, deshalb sollten Sie diese Variablen von Anfang an kennen. Sie werden schriftlich in einem sogenannten Lastenheft erfasst (die Grundlage für das spätere Pflichtenheft).

Warum ist die IST-Analyse bei E-Commerce-Projekten so wichtig? Weil eine Bestandsaufnahme unter anderem die Grundlage für die Auswahl des Shopsystems liefert. Ob Shopware, Pimcore oder eine andere Software – welches System gewählt wird, sollten nicht persönliche Vorlieben entscheiden, sondern die technischen Möglichkeiten, die für die Umsetzung benötigt werden. Deshalb gilt: Bringen Sie Ihre Wünsche bezüglich des Shopsystems gerne in den Anforderungsworkshop ein – aber bleiben Sie offen für Alternativen.    

Zur Systemauswahl ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben ein besonders großes Produktportfolio und planen neben dem neuen Onlineshop auch einen Produktkatalog, der vielleicht sogar mehrsprachig veröffentlicht werden soll. Hier bietet sich eine Softwarelösung an, die wie ein Produkt-Informations-Management (PIM) funktioniert – mit der Sie zum Beispiel Produktdaten automatisch und medienneutral in verschiedene Ausgabeformate exportieren können (oder ganz salopp formuliert: mit der Sie die Inhalte Ihres Onlineshops quasi auf Knopfdruck in eine druckfähige Katalogdatei oder Ähnliches umwandeln können). Unser Partner Pimcore bietet eine solche Lösung (für einfache Onlineshops sogar als Open-Source-Version) an.

Damit Sie sich schneller und besser auf den Anforderungsworkshop vorbereiten können, haben wir eine übersichtliche Checkliste erstellt, die alle für Ihr E-Commerce-Projekt relevanten Punkte kurz anreißt. Gehen Sie die Punkte einmal durch, machen Sie sich Notizen dazu und bringen Sie alles zum Workshop mit. Ein Tipp: Schauen Sie sich Ihre (guten) Mitbewerber an. Das inspiriert und animiert, es noch besser zu machen.

zur Checkliste

Konzeptionsphase: Das Pflichtenheft erstellen

Das Pflichtenheft ist ein standardisiertes Dokument zur Definition von Softwareanforderungen (Software Requirements Specification / SRS). Es beschreibt alle Anforderungen, die im Shopsystem umgesetzt werden sollen und enthält auch entsprechende Realisierungsvorschläge. Hier sind wir also schon mitten in der Feinkonzeption Ihres Onlineshops. Das Pflichtenheft enthält unter anderem die geplante Shopstruktur, Layoutvorschläge, Maßnahmen zur Verbesserung der User-Experience und alle erforderlichen funktionellen Erweiterungen – also Beschreibungen von PlugIns, Schnittstellenanbindungen und so weiter. Auch die spätere Vermarktung des Shops wird hier schon mitbedacht und entsprechende Online-Marketing-Maßnahmen definiert (Erstellung von suchmaschinenrelevanten Metadaten oder Gestaltung von SEO-optimierten Texten usw.). Je nach Projektgröße werden auch in dieser Phase Workshops durchgeführt. Das Pflichtenheft ist ein lebendiges Dokument und kann während der Konzeptionsphase und darüber hinaus entsprechend erweitert und um neue Anforderungen ergänzt werden (Change Requests). Parallel zur Feinkonzeption entwickelt man in der regel einen Prototyp des Shops und realisiert bereits die notwendigen Schnittstellenanbindungen und andere technische Besonderheiten. Der Prototyp dient als Testobjekt und zu Demonstrationszwecken.

Umsetzungsphase: Die Entwicklung Ihres Onlineshops

Nach der Abnahme des Pflichtenheftes durch Sie ist die technische und vertragliche Grundlage für die Entwicklung Ihres Onlineshops geschaffen. Auf deren Basis geht es in die Programmierung des Webshops. Alles was jetzt passiert, läuft auf einer sogenannten Entwicklungsumgebung ab, die im Internet noch nicht öffentlich sichtbar ist. Hier wird der Shop konfiguriert, alle nötigen Installationen werden vorgenommen, Inhalte werden eingepflegt und das im Pflichtenheft definierte Layout wird umgesetzt.

Für ein perfektes Zeitmanagement und eine zielorientierte Abarbeitung aller Aufgaben sollte in sogenannten SPRINTs gearbeitet werden (ein Modell aus dem agilen Projektmanagement). Das bedeutet: Man teilt die Entwicklungsphase in Meilensteine und Einzelaufgaben auf und arbeitet diese kleineren Projektabschnitte (SPRINTs) in einem definierten zeitlichen Rahmen ab. Hier kommen Sie wieder ins Spiel. Denn natürlich braucht es dafür Ihre Mitarbeit. Neben der Bereitstellung von Shop-Inhalten wie Produktbeschreibungen oder Bildern sollten spätestens in dieser Phase alle Verträge mit eventuellen Drittanbietern vorliegen. Das betrifft zum Beispiel die Versanddienstleister, mit denen Sie zusammenarbeiten möchten. Natürlich stehen wir Ihnen dabei gerne beratend zur Seite und informieren Sie darüber, was wann zu tun ist.

Während der Entwicklungsphase dokumentiert man in der Regel alles, was auf der Entwicklungsumgebung passiert, damit die Umsetzungen und alle auftretenden Change Requests nachvollziehbar bleiben. Das ist für den späteren Shopsupport sehr wichtig, zum Beispiel, wenn es um das Einspielen von Updates geht.

Korrektur- und Abnahmephase: Der Umzug auf die Produktivumgebung

Steht der Onlineshop auf der Entwicklungsumgebung, geht es in die Korrektur- und Abnahmephase. Nach einer Qualitätssicherung durch die Agentur ist es jetzt an Ihnen, alle Inhalte zu prüfen und gegebenenfalls Korrekturen einzureichen. Wenn Sie die Freigabe erteilt haben, wird der Shop live geschaltet, also in die Produktivumgebung übertragen. Glückwunsch: Ihr Shop ist eröffnet! Die Entwicklungsumgebung bleibt in der Regel weiter bestehen. Auf dieser „Spielwiese“ können später Änderungen oder Erweiterungen beziehungsweise die Auswirkungen eingespielter Updates getestet werden.

Supportphase: Pflege, Wartung, Vermarktung

Ein ganz wichtiger Punkt ist die Pflege, Wartung und Vermarktung Ihres Shops. Wer würde in Ihrem Ladenlokal einkaufen, wenn Sie nicht regelmäßig aufräumen, die Regale entstauben, Sonderangebote machen oder die Kasse prüfen würden? Niemand. Online ist es nicht anders. Ihr Shop wird nicht erfolgreich sein, wenn Sie ihn nicht vermarkten und pflegen. Zumindest SEO-optimierte Inhalte und Metadaten sind unerlässlich für Ihre Suchmaschinenrelevanz. Daneben empfehlen wir weitere regelmäßige Online-Marketing-Maßnahmen wie beispielsweise Suchmaschinenwerbung (SEA) oder E-Mail-Marketing. Aus funktionellen Gründen und Sicherheitsgründen muss Ihr Shop außerdem regelmäßig mit Updates versorgt werden, damit alle Funktionen reibungslos laufen und die Daten Ihrer Kunden nicht in falsche Hände gelangen, weil irgendwo eine gefährliche Sicherheitslücke klafft.  

Fazit

Wenn Sie einen Onlineshop erstellen lassen möchten, planen Sie entsprechend Zeit, ein höheres Maß an eigener Mitarbeit und Budget ein. Neben den reinen Umsetzungskosten kommen auch Kosten von Drittanbietern, Lizenzkosten, Supportkosten oder Werbekosten auf Sie zu. Vor allem für Werbung/Suchmaschinenoptimierung sollten Sie einen Großteil des Budgets vorsehen, wenn Sie wirklich erfolgreich online verkaufen wollen.

Das Allerwichtigste beim Projekt Onlinshop ist es, dass Sie dabei aktiv mitwirken, ein lebendiger Teil des Projektteams werden und lernen, das System hinter Ihrem Shop zu verstehen und zu bedienen. Schließlich möchten Sie mit dem Onlineverkauf Ihre berufliche Existenz (oder einen Teil davon) absichern. Ihr Shop sollte also nicht nur ein schönes Extra sein, sondern ein realer Arbeitsort, der Geld einbringen soll. Nur wenn Sie es so betrachten und leben, wird es am Ende wirklich Ihr Shop sein. 

Bildquelle: © mohamed_hassan/pixabay.com