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Besser verkaufen am Black Friday: Tipps und Gesetzeslage 2018

18Okt2018
Black_Friday

In gut einem Monat – am 23. November – ist Black Friday, mittlerweile auch in Deutschland ein paradiesischer Tag für Schnäppchenjäger und den Onlinehandel. So holen Sie das Beste für sich heraus. 

Umsatzwunder Black Friday

Satte Rabatte und große Werbekampagnen … Beim Black Friday mischen alle mit. Der Kunde hat längst erkannt, dass er spart, wenn er rund um den Black Friday online einkauft. Händler nutzen das nur allzu gern aus und bieten verboten gute Deals. Unser Tipp: Nutzen auch Sie die hohe Kaufbereitschaft Ihrer Kunden am Black Friday! Denn das Geschäft lohnt sich, wie Zahlen belegen: Allein 2017 wurden am Black Friday sagenhafte 5,03 Milliarden US-Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro) umgesetzt! Zusammen mit dem Thanksgiving-Day einen Tag zuvor waren es rund 8 Milliarden US-Dollar (etwa 7 Milliarden Euro). Wenn Sie die Vorgaben hinsichtlich des Markenschutzes beachten und in den nächsten Tagen die Werbetrommel für Ihre Angebote rühren, können Sie am 23. November also mächtig Umsatz machen.

Wie mitmischen? So wird der Black Friday zum Verkaufserfolg

1. Sich von der Masse abheben 

Werbegeschenke als Paketbeilage, kostenloser Versand im Aktionszeitraum, feine Akzente im Shopdesign … Stechen Sie mit Extras aus der Masse heraus. Lassen Sie im Shop erkennen, dass Sie sich gerade im Sales-Modus befinden und dass dieser Zustand nicht ewig währt. Jetzt ist Zugreifen angesagt! 

2. Aus 1 mach mehr

Amazon hat es mit dem Cyber Monday vorgemacht. Warum eigentlich nur einmal Geld verdienen, wenn man die Sache auch ein bisschen ausdehnen kann? Viele Anbieter werben nicht nur zusätzlich am Cyber Monday mit purzelnden Preisen, sondern machen gleich eine ganze Black Weekdaraus. 

3. Mit Plan an die Sache herangehen   

Welche Werbeformen machen rund um den Black Friday und Cyber Monday am meisten Sinn? Ein Sondernewsletter zur Rabattaktion? Displayanzeigen? Social Media Marketing auf Instagram? Das ist von Fall zu Fall und von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Lassen Sie sich bei der Planung Ihrer Werbekampagne im Zweifelsfall vom Profi beraten. Eine umfassende Werbestrategie, einmal für den Black Friday und den sich anschließenden Weihnachtsverkauf entwickelt, können Sie jedes Jahr wieder aus der Schublade ziehen und müssen das Rad nicht immer wieder neu erfinden.  

4. Black Friday ins Weihnachtsmarketing integrieren 

Sehen Sie diesen besonderen Freitag nicht losgelöst von Ihren Kampagnen zu Weihnachten, sondern integrieren Sie Ihre Ideen dazu in Ihr Weihnachtsmarketing. Ende November kommt der Weihnachtsverkauf so richtig ins Rollen. Wenn Sie Ihre Weihnachtsaktivitäten planen, beziehen Sie also die Tage rund um den Black Friday von Anfang an mit ein. 

5. Sales dokumentieren 

Messen Sie den Erfolg Ihrer Black-Friday-Aktion. Nur so erhalten Sie wertvolle Anhaltspunkte für eine Steigerung im nächsten Jahr. Dokumentieren Sie also die Anzahl Ihrer Klicks im Aktionszeitraum und verfolgen Sie zurück, woher die Kunden kamen (eher über den Newsletterlink, eher über Google-Anzeigen oder vor allem über Facebook?). Nutzen Sie dazu alles, was Ihnen Zahlen liefert, angefangen von der Anzahl der eingegangenen Bestellungen über die Seitenstatistiken von Google Analytics bis hin zum Statistikbereich Ihres Newslettertools.  

Aktuelle Gesetzeslage: Wortmarke Black Friday bleibt weiter geschützt! 

Leider gibt es seit einigen Jahren einen dicken Wermutstropfen für deutsche Onlinehändler. Sie dürfen nicht ohne weiteres mit dem Begriff „Black Friday“ werben. Warum? Weil der Black Friday beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als geschützte Marke eingetragen ist. Um diese Eintragung gab es in den letzten Jahren viel Streit. Experten waren sich einig, dass der „Black Friday“ inzwischen in den Allgemeinwortschatz übergegangen und damit nicht schützenswert ist. Das DPMA hatte deshalb und aufgrund vieler Klagen die Löschung auch schon beschlossen. Aber: Es wird sich wohl trotzdem nichts ändern. Denn kurz nach dem Löschungsbeschluss im März 2018 hat Markeninhaberin Super Union Holdings Limited aus Hongkong Beschwerde eingelegt. Derzeit liegt der Fall beim Bundespatentgericht. Was bedeutet das für Onlinehändler? Die Wortmarke darf weiterhin nicht frei verwendet werden. Ihre Nutzungsrechte liegen in Deutschland derzeit (wie schon seit einigen Jahren) bei der Black Friday GmbH mit Sitz in München. Sie ist die einzige, die hierzulande mit dem Begriff werben darf. Wenn jemand anderes als sie den Begriff für Werbeaktionen nutzt, kann es Abmahnungen geben. Das bekamen viele deutsche Onlinehändler 2016 in einer regelrechten Abmahnwelle zu spüren. 

Was darf ich – was nicht? So werben Sie am Black Friday richtig

Möglichkeit 1: Das Ereignis umschreiben

Als Händler dürfen Sie keine Werbung mit Begriffen wie „Black Friday Sale“ oder „Black Friday Angebote“ machen. Aber Sie dürfen das Ereignis beschreiben, also zum Beispiel sagen: „Heute 30 % Rabatt im Rahmen des Black Friday!“ 

Möglichkeit 2: Alternative Begriffe verwenden

Setzen Sie auf alternative Begriffe. Einige Händler sprechen vom Schnäppchenfreitag, andere vom Rabattfreitag. Und wenn es gern etwas individueller sein darf: Welche Unternehmensfarben haben Sie? Starten Sie doch einfach einen Green, einen Blue oder einen Yellow Friday. Vielleicht finden Sie auch einen netten Reim und schaffen dadurch Assoziationen. Ein Jeck Friday im Kostümverleih wäre doch ganz närrisch, oder?

Möglichkeit 3: Das „Cyber-Pferd“ satteln

Als Alternative zum Black Friday nutzen Sie Wortkombinationen wie Cyber Week, Black Monday oder Black Week – also Begriffe, die im Zusammenhang mit dem von Amazon eingeführten Cyber Monday stehen. Der Cyber Monday ist der Montag nach dem Black Friday und als Begriff ebenfalls bei Schnäppchenjägern angekommen. Zwar gab es auch beim Cyber Monday Bemühungen um eine Markenanmeldung, der Antrag wurde aber nicht akzeptiert.

Möglichkeit 4: Eine Sub-Lizenz erwerben

Auf der offiziellen Seite der Black Friday GmbH blackfridaysale.de haben Sie die Möglichkeit, sich als teilnehmender Händler zu registrieren. Dazu müssen Sie unter „Partnerinfo“ ein Formular ausfüllen und bei Registrierung eine entsprechende Sublizenz für die Nutzung der Wortmarke erwerben. 

Hintergrundinfo: Der Ursprung des Black Friday

Der Begriff Black Friday kommt aus Amerika. Zu seinem Ursprung gibt es verschiedene Theorien. Manche verstehen ihn als Anspielung auf das Chaos nach dem Börsencrash von 1929, als viele Menschen versuchten, ihre Ersparnisse vor den Banken zu retten. Andere erklären ihn damit, dass am Freitag nach Thanksgiving das Weihnachtsgeschäft beginnt und viele Geschäfte oder Unternehmen durch den erhöhten Verkauf endlich Plus machen, also „schwarze Zahlen“ schreiben. In den USA ist an diesem Tag in den Läden richtig was los, weil viele Amerikaner den Freitag nach Thanksgiving als Brückentag nutzen und so schon sehr früh am Morgen vor den Geschäften auf Schnäppchen hoffen. 

Bildquelle: © ijeab / iStock.com

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